Anwalt Gesellschaftsrecht Heilbronn

Beratungsleistungen im Gesellschaftsrecht:

  • Kapitalgesellschaften – GmbH und UG
  • Personengesellschaften: Handelsrechtliche Gesellschaften OHG, KG, GmbH & Co. KG bzw. GbR
  • Gründung und Umstrukturierung von Unternehmen (GmbH, UG – Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt und Personengesellschaften)
  • Existenzgründungsberatung
  • Fragen zur Gestaltung von Gesellschaftsverträgen
  • Unternehmensverkauf / Unternehmenskauf, Anteilsübertragung bzw. Asset Deal, rechtliche Due Diligence
  • Joint Venture
  • Beratung von Gesellschaftern eines Unternehmens
  • Beratung Management (Geschäftsführer inkl. Geschäftsführervertrag)
  • Gesellschafterstreit, eingeschlossen Austritt/Kündigung und Abfindung

Im Gesellschaftsrecht berate ich kleine und mittelgroße Unternehmen (bis ca. 50 Mitarbeiter). Die Schwerpunkte meiner anwaltlichen Tätigkeit im Gesellschaftsrecht liegen im Recht der GmbH / UG, sowie im Recht der Personengesellschaften (GbR, OHG, GmbH & Co. KG).

Einschlägige Erfahrung: Über 20-jährige Tätigkeit im Gesellschaftsrecht, u.a. als ehemaliger Syndikusanwalt der Rheinmetall AG/Kolbenschmidt Pierburg AG und im Anstellungsverhältnis für bundesweit renommierte Wirtschaftskanzleien. Seit 2006 berate ich Unternehmen in eigener Kanzlei, auch weiterhin im Gesellschaftsrecht. Zusatzausbildung: Postgraduierten Studium an der Frankfurt School of Finance & Management mit dem Abschluss: Certified Compliance Professional, 2010.

07121 7669 620

Aus der anwaltlichen Beratungspraxis:

Gesellschaftsgründung

Sobald mindestens zwei Gesellschafter vorhanden sind, ist Fundament jeder Gesellschaftsbeteiligung der Gesellschaftsvertrag. Bereits hier werden die Weichen gestellt, in welchem Rahmen und mit welchem Ausgang sich spätere Konflikte mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit abspielen werden.

Deshalb sollte schon in der Initialphase der Gesellschaft Wert auf die Regelungen im Gesellschaftsvertrag, bei Kapitalgesellschaften auch Satzung genannt, gelegt werden. Auch bei Gesellschaften, bei denen gar kein „formeller“ Gesellschaftsvertrag erforderlich ist, wie etwa der GbR. Gerade bei Personengesellschaften, bei denen de lege lata zusätzlich eine persönliche und unbeschränkte Haftung angelegt ist, aber die sonstigen gesetzlichen Regelungen unvollständig, antiquiert bis umständlich sind, sollte auf einen Gesellschaftsvertrag nicht verzichtet werden.

Lassen Sie sich gerade in der Gründungsphase, bzw. beim Einstieg in eine bestehende Gesellschaft, kompetent anwaltlich beraten. Es geht um Ihre Interessen, es ist Ihre unternehmerische Zukunft, das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein, sowie der Inhalt von Regelungen in einem Gesellschaftsvertrag, können Ihren unternehmerischen Erfolg erheblich beeinflussen.

Operative Phase

In der operativen Phase wird idealerweise Geld verdient. Anwaltlicher Beratungsbedarf besteht in der Regel trotzdem. Es kann zu Unstimmigkeiten zwischen den Gesellschaftern oder dem Management kommen, bis hin zur Blockade der Gesellschaft (nicht selten bei GmbHs / UGs mit zwei Gesellschaftern und gleicher Beteiligungshöhe).

Regelungen in Gesellschaftsverträgen

Im Internet finden sich zahlreiche Vertragsmuster für Gesellschaftsverträge. Allerdings regelmäßig mit einem Caveat versehen, dass diese nicht ohne entsprechende anwaltliche Beratung übernommen werden sollen. Für den Neu-Gesellschafter stellt der Abschluss eines Gesellschaftsvertrages in der Regel einen Akt von existentieller Bedeutung dar. Inhalt, Tragweite und Konsequenz der Mehrzahl der nachfolgenden (vermeintlichen) Standardregelungen kann ein juristischer Laie regelmäßig nicht einschätzen, so dass eine kompetente anwaltliche Beratung vor Abschluss eines Gesellschaftsvertrages dringend ratsam ist. Bitte beachten Sie, dass die Aufzählung nicht abschließend ist. Je nach Situation und Gesellschafterinteresse können teils zahlreiche weitere Regelungen in einem Gesellschaftsvertrag angezeigt sein.

Typische Regelungen im Gesellschaftsvertrag einer GmbH, UG – Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt, GbR, OHG oder KG betreffen:

  • Firma, Sitz der Gesellschaft
  • Gegenstand des Unternehmens
  • Dauer der Gesellschaft
  • Stammkapital, Stammeinlage
  • Geschäftsführer / Geschäftsführung (Wettbewerbsverbot Geschäftsführer / Befreiung durch Gesellschafterbeschluss)
  • Vertretung der Gesellschaft (Alleinvertretung / Gesamtvertretung; Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB; Vertretungsbefugnis)
  • Gesellschafterbeschlüsse (Anfechtung / Anfechtungsfrist Gesellschafterbeschluss)
  • Gesellschafterversammlung
  • Gewinnverteilung
  • Gesellschafterveränderungen Übertragung von Geschäftsanteilen, Austrittsrecht, Ausschluss eines Gesellschafters aus wichtigem Grund; Kaduzierung (Einziehung) von Geschäftsanteilen, Anwachsung
  • Folgen des Ausscheiden eines Gesellschafters (etwa Auflösung der Gesellschaft / Fortführung) Nachfolgeregelung
  • Abfindung eines ausscheidenden Gesellschafters Ermittlung des Wertes des Geschäftsanteil (Unternehmensbewertung etwa nach dem Buchwert, Stuttgarter Verfahren, Wert nach den Grundsätzen des IDW)
  • Wettbewerbsverbot der Gesellschafter

Gesellschafterausstieg

Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform hat in einer Untersuchung eine „Sterbetafel für Unternehmen“ erstellt, und kam zu dem Ergebnis, dass Unternehmen in Deutschland im Schnitt lediglich rund 16 Jahre alt werden. Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass ein Gesellschafter zu Lebzeiten Beteiligter einer Unternehmensauseinandersetzung sein wird, ist daher beträchtlich.

Die in der anwaltlichen Beratungspraxis oftmals kontroverseste Phase ist der Ausstieg (freiwillig/unfreiwillig) eines oder mehrerer Gesellschafter(s). Wohlüberlegte und praktikable Regelungen im Gesellschaftsvertrag, können hier Konfliktpotential erheblich vermindern. Kommt es deswegen zum Gerichtsprozess, bei dem in der Regel die Abfindungsmodalitäten und -höhe im Mittelpunkt stehen, kann es zu jahrlangen (immens) kostenträchtigen Auseinandersetzungen kommen, allein die Kosten eines Bewertungsgutachten, liegen erfahrungsgemäß im deutlichen fünfstelligen Bereich.

Entwicklungen, die zur Beendigung einer Gesellschaft oder einem Gesellschafterausscheiden führen, kommen selten über Nacht, sondern sind Ergebnis einer längeren Vorgeschichte. Unüberlegt Fakten schaffen, oder gar eine Kündigung aus einem Impuls heraus, sind selten gute Entscheidungen.

Umstrukturierung / Verkauf

Nicht nur der Wechsel von der analogen zur digitalen Welt, scheint sich im Geschäftsleben in zunehmendem Tempo zu vollziehen, sondern auch der gewachsene Bestand von Unternehmen scheint (also zumindest gefühlt) ein verkürztes Haltbarkeitsdatum zu haben.

Unternehmen werden heutzutage in kürzerer Abfolge umstrukturiert, neue Geschäftsfelder werden erschlossen, alte aufgegeben oder verkauft, evtl. weitere Firmen hinzuerworben, Anteile wechseln schneller den Besitzer, u.a. an Beteiligungsgesellschaften oder im Zuge des Einstiegs eines Investors.

Eventuell haben sie ein Einzel- oder kleineres Unternehmen und möchten Ihren Geschäftsbetrieb verkaufen, unter gewissen Voraussetzungen kann der Verkauf und die anschließende Geschäftsaufgabe auch interessante Steueranreize bieten.

Auch bei derartigen Unternehmenskäufen / Unternehmensverkäufen (Share oder Asset Deal, inkl. rechtliche Due Diligence), unterstütze ich Sie gerne mit anwaltlichem Rat.

Oliver Reinhardt Rechtsanwalt

07131 7669 620

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